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Zentrum f. Amputierten Rehabilitation

Amputation – ein gravierendes Ereignis 

Jedes Jahr werden in Deutschland über 18.000 Amputationen an den unteren Extremitäten durchgeführt. Und leider steigt ihre Anzahl an, insbesondere durch die Zunahme der häufigsten Grunderkrankungen. Denn Amputationen sind zu über 90% die Folge einer lange bestehenden Durchblutungsstörung oder eines Diabetes (Zuckerkrankheit).

Meist handelt es sich für den Betroffenen trotzdem um ein unerwartetes Geschehen. Die Rehabilitation nach einer Amputation spielt wie bei kaum einer anderen Erkrankung eine zentrale Rolle, da der Eingriff das Leben der Betroffenen grundlegend verändert: Beruf, Partnerschaft, Hobbys, Freizeit, Fortbewegungsmittel usw.

Um die Versorgung der Amputierten zu verbessern und eine möglichst optimale Behandlung und prothetische Versorgung zu gewährleisten, wurde in der Diana Klinik das Zentrum für Amputierten-Rehabilitation gegründet. Kennzeichen sind ein ganzheitlicher Therapieeinsatz sowie eine intensive multimodale Therapie:

  • Pflege: Speziell ausgebildete Schwestern und Pfleger sind als Ansprechpartner fest zugeordnet, sorgen für eine fachgerechte Wund- und Narbenbehandlung sowie eine aktivierende Pflege.
  • Physikalische Therapie mit speziellen Massagetechniken und einer komplexen Entstauungstherapie.
  • Physio- und Sporttherapie zunächst mit Frühmobilisierung, Kräftigungstherapie und Transfertraining. Im weiteren Verlauf mit spezifischer Gehschule für Prothesenträger, Mobilisation auf ebenem und unebenem Untergrund einschließlich Ganganalyse.
  • Ergotherapie mit Prothesengebrauchstraining, Erlernen der Stumpf- und Prothesenpflege sowie Einüben wichtiger Aktivitäten des täglichen Lebens.
  • Psycho-soziale Beratung und Betreuung mit Hilfen für die soziale und ggf. berufliche Wiedereingliederung.
  • Orthopädietechnik: Prothesenanpassung sowie Hilfsmittelversorgung für den häuslichen und ggf. beruflichen Bereich.

Je nach Allgemeinzustand und Begleiterkrankungen erfolgt die Versorgung auf der orthopädischen oder geriatrischen Abteilung. Die Möglichkeit zur Dialyse ist im Haus gegeben. Die Zimmer und alle Funktionsbereiche sind behinderten- und rollstuhlgerecht ausgestattet.

Da eine zu frühzeitige Anpassung der ersten Prothese (Interims-Prothese) oftmals auf Grund der anfänglichen Stumpfschwankungen zu mehrfachen Korrekturen und ggf. Neuverordnungen der Prothesen führt, empfehlen wir eine Aufnahme vor Prothesenversorgung. Dieses leitliniengerechte Vorgehen ermöglicht eine rasche Aufnahme nach der Operation sowie Therapie und Versorgung aus einer Hand. Um das Zusammenspiel zwischen Akutkrankenhaus, Rehabilitationsklinik,
Niedergelassenem Arzt und Orthopädietechniker weiter zu verbessern, haben wir zusammen mit der DAK das Projekt „Integrierte Versorgung Beinamputation“ ins Leben gerufen.Weitere Informationen zu diesem Projekt finden sie unter